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Da es im Profilfach BCP (Biologisch-chemisches Praktikum) möglich ist, die Inhalte recht individuell auf die Interessen auszurichten, besuchten wir heute, am 5. Juni, den Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften in Erlangen, um auch mehr über das Thema Metalle zu erfahren.

Frau Dr. Hasse von Studien-Service- Center Department Werkstoffwissenschaften führte uns mit einem sehr abwechslungsreichen und praxisnahen Programm durch den Nachmittag:

In einer kurzen Einführung gab sie uns einen Überblick, welche Forschungsbereiche hier in Erlangen in dem Lehrstuhl „Werkstoffwissenschaften“ angesiedelt sind: Materialwissenschaften gehören dazu wie auch Werkstofftechnik und Nanotechnologie, einem noch recht „jungen“  Zweig der Werkstoffwissenschaften, der erst seit elf Jahren als Studiengang am Standort angeboten wird und sich mit kleinsten Teilchen bis hin zu Atomen und ihren Einsatz in verschiedensten Lebensbereichen beschäftigt.

Allen gemeinsam ist die Erforschung neuer Materialien, die je nach Einsatzgebiet verschiedenste Eigenschaften besitzen sollen:

Menschliche Zellen wachsen z.B. nur auf Knochenersatzmaterial bestimmter Oberflächenbeschaffenheit,  Autolacke werden durch Wahl geeigneter Beschichtungen kratzfest, für biegsame, leichte, kleine  organischen Silicium-Solarzellen z.B. auf Rucksäcken erforscht man optimale Materialen und kann dann damit auf Wanderungen sein Handy über Kabel in freier Natur aufladen, Autokatalysatoren reduzieren durch Keramikbeschichtung massiv den Schadstoffausstoß und sparen Platin ein, Stents, medizinische Implantate, sind aus Material, das sich bei Körpertemperatur ausdehnt und so Gefäße z.B. im Herzen weitet, magnetische Nanopartikel transportieren  Chemotherapeutika direkt zu den Tumorzellen ohne sich im ganzen Körper zu verteilen…….

Das sind nur einige Beispiele, die zeigen, wie vielfältig die Forschung, aber auch der Verwendungszweck der daraus hergestellten Produkte ist!

Wir bekamen im Anschluss noch die Gelegenheit drei Labore besuchen, in denen uns die darin Forschenden erklärten, wie man bei der Forschungsarbeit genau vorgeht, wie man systematisch die Eigenschaften der Stoffe verändert.

Sehr eindrucksvoll war ein mit Diamant bedampftes Metallstück, das eine extrem hohe  Wärmeleitfähigkeit entwickelte: Allein durch das Anfassen mit den Fingern wurde es so schnell warm, dass man  damit mühelos Eiswürfel durchtrennen konnte.

Auch die Entwicklung neuer Textilien, die ohne Weben des Fadens hergestellt werden, erklärten uns Schritt für Schritt zwei äußerst engagierte Doktoranden.

Ich danke an dieser Stelle Nils, der die Exkursion organisiert hat und allen Werkstoffwissenschaftlern die uns einen sehr interessanten Nachmittag geschenkt haben!

Andrea Franz, StDin

 

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