Der Wahlkurs SoR („Schule ohne Rassismus“) besuchte am 15.5.2026 gemeinsam eine
Aufführung des Stücks „Brauner Schnee über Franken“ im Markgrafentheater
Erlangen. Das dokumentarische Theaterstück beschäftigt sich mit der Geschichte des
Rechtsterrorismus in Erlangen und Franken und zeigt eindrucksvoll, wie tief
rechtsextreme Ideologien auch in der Region verwurzelt waren und bis heute
nachwirken.
Thematisiert werden dabei die Aktivitäten der rechtsextremen Wehrsportgruppe
Hoffmann, die in Franken besonders aktiv war. Ihr Mitglied Uwe Behrendt ermordete
1980 in Erlangen Shlomo Lewin und Frida Poeschke. Das Stück erinnert eindringlich
an die beiden Opfer rechter Gewalt und zeigt zugleich, wie Politik und Behörden der
damaligen Zeit rechtsextreme Strukturen oft unterschätzten. Dadurch wird deutlich,
wie gefährlich es ist, demokratiefeindliche Entwicklungen zu ignorieren oder zu
verharmlosen.
Gerade weil unsere Schule in Erlangen liegt, war der Theaterbesuch für die
Schülerinnen und Schüler besonders eindrucksvoll. Dadurch wird Geschichte
unmittelbar greifbar und zeigt, dass gesellschaftliche Verantwortung direkt vor der
eigenen Haustür beginnt.
Die Mitglieder des Wahlkurses waren von der Aufführung begeistert. Besonders
beeindruckten die intensive Atmosphäre, die starke schauspielerische Leistung sowie
die Verbindung von regionaler Geschichte und aktuellen politischen Fragen. Auch
nach der Vorstellung wurde noch über die Inhalte diskutiert. Der Theaterabend war
für alle Beteiligten eine bereichernde und nachdenklich stimmende Erfahrung.
Weitere Informationen unter: https://www.br.de/nachrichten/kultur/brauner-schnee-ueber-franken-premiere-am-schauspiel-erlangen,VCd47Eb
OStRin Petra Giese für SoR
