Chemie

Lehrplan

  • Den aktuellen Lehrplan für das Fach Chemie an Gymnasien in Bayern finden Sie HIER.
  • Schwerpunktsetzungen im Fach Chemie gibt es HIER (NTG) und HIER (SG).

Grundwissen und Kompetenzen

  • Grundlegende Kompetenzen für die Jahrgangsstufen des LehrplanPLUS (G9) finden Sie HIER.
  • Grundwissen und Kompetenzorienterung (G8) finden Sie HIER.

Das Grundwissen Chemie, passend zum neuen LehrplanPLUS G9, wird schrittweise ab dem Schuljahr 2021/2022 überarbeitet und hier aktualisiert hinterlegt.

Hier finden Sie das von unserer Schule bereitgestellte Grundwissen zum bisherigen G8-Lehrplan:

Erfolg beim Wettbewerb „Chemie -die stimmt!“ (19.5.2021)

 

Tim Blieffert (Klasse 9c) hat in diesem Schuljahr sehr erfolgreich am Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“ teilgenommen.

Der Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“ richtet sich deutschlandweit vor allem an Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse, die Spaß an der Chemie haben und sich mit Gleichaltrigen messen wollen. Insgesamt gibt es vier Runden: einer ersten Hausaufgabenrunde, darauf folgend die eintägigen Landesrunden, anschließend die mehrtägigen, länderübergreifenden Regionalrunden. Und schließlich der Bundesrunde in Leipzig, zu der alle Regionalsiegerinnen und -sieger eingeladen werden.

Die Besten einer Runde erhalten wertvolle Sachpreise und qualifizieren sich für die jeweils nächste Runde. Mehr als 4000 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Schuljahr deutschlandweit an diesem Wettbewerb teilgenommen. Einer von ihnen ist Tim Blieffert aus der Klasse 9c. „Chemie – die stimmt!“: für Tim gilt dieses Motto mit Sicherheit. Die Hausaufgabenrunde im November hat er mit Bravour gemeistert und kam somit als einer von 900 Teilnehmern in die 2. Runde. Leider konnte diese wegen Corona nicht – wie sonst üblich – an einer Universität stattfinden, weshalb Tim die 3-stündige Klausur am 24.03.2021 in der Schule geschrieben hat. Unter allen bayerischen Teilnehmer in der Jahrgangsstufe 9 hat Tim einen hervorragenden 5. Platz erreicht, was ihn für die 3. Runde qualifiziert, die vom 09. – 12.06.2021 ausgetragen wird.

Nun wird er sich in einem viertägigen Wettbewerb mit Rahmenprogramm mit den verbleibenden 148 Teilnehmern aus anderen Bundesländern messen.

Hierfür drücken wir Tim ganz fest die Daumen und wünschen ihm viel Erfolg und spannende Eindrücke!

OStRin Daniela Schreiber

Laborluft schnuppern: Zu Besuch im EAM Labor der Universität Erlangen (23./30.1.2020)

In dem Cluster „Engineering of Advanced Materials“ (EAM) eröffnet die Abteilung „Didaktik der Chemie“ an der Friedrich-Alexander-Universität mit dem EAM-Labor den Schülern die Möglichkeit, sich experimentell mit ausgewählten zentralen Forschungsthemen auseinanderzusetzen.

Am 23. und 30. Januar 2020 bekamen beide Chemie-Kurse der Q11 die Gelegenheit, sich im EAM Labor des neuen Chemikums intensiver mit den Themen „Nanotechnologie“ und „Erneuerbare Energie“ zu beschäftigen: Beides brandaktuelle Jahrhundertthemen, die aus der naturwissenschaftlichen Forschung nicht mehr wegzudenken sind.

Nach einer sehr herzlichen Begrüßung führte uns Herr André in einen modernen Seminarraum des Chemikums und gab in einem sehr interessanten und kurzweiligen Vortrag einen Einblick in die Thematik:

Womit beschäftigt sich Nanotechnologie? Worum handelt es sich bei Nanopartikeln? Wie stellt man sie her? Was macht Nanopartikel chemisch und technisch interessant?

Dass auch in unserer Lebenswelt Nanopartikel keine unbedeutende Rolle spielen, erläuterte uns Herr André an einigen Beispielen: So enthalten Deos und Kleidung Silbernanopartikel, um bakteriell bedingte Geruchsbildung zu stoppen. In der Medizin ermöglichen mit Silbernanopartikeln versetzte Katheter- und Infusionsschläuche gefürchtete Infektionen zu vermeiden.

Im zweiten Teil des Vortrags stand ein weiteres hochaktuelles Thema im Fokus: Die Wasserstofftechnologie, die besonders Prof. Wasserscheid am Standort Erlangen intensiv erforscht hat: Das Gas Wasserstoff reagiert mit Sauerstoff zu Wasserdampf; dabei wird viel Energie freigesetzt, die z.B. ein Fahrzeug antreiben kann; schädliche Emissionen lassen sich weitgehend vermeiden. Gleichzeitig ist die Handhabung von Wasserstoff leider nicht ungefährlich. Hier eröffnet die LOHC-Technologie (Liquid Organic Hydrogen Carrier) ganz neue Möglichkeiten, da es gelingt, Wasserstoff reversibel in eine ungefährliche, leicht transportierbare, flüssige chemische Verbindung zu überführen und damit Ort der Wasserstoffbildung und Ort des Wasserstoffverbrauchs auch über weite Distanzen z.B. mit Frachtschiffen zu überbrücken.

Nach dem Vortrag führte uns Herr André in das schon vorbereitete Schülerlabor, in dem unsere Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Studenten selbst experimentell tätig werden durften.

Sie konnten hier die Eigenschaften der Nanopartikel an ausgewählten Versuchen selbst beobachten und das Prinzip der LOHC-Technologie im Miniaturmaßstab praktisch umsetzen. Allen wurde schnell klar, dass das Thema „Redoxreaktionen“ als Grundlage für die meisten Experimente unverzichtbar ist, sie meisterten die Fragen dazu mit Bravour. Betreut wurde jede Station von Studierenden des Lehramts Chemie/Biologie, die neben Fragen zu den Versuchen den interessierten SchülerInnen auch Fragen rund um das Studium beantworteten.

Am Ende des Vormittags gaben die Schülerinnen und Schüler ein sehr positives Feedback. Wir hoffen, auch im nächsten Jahr wieder im EAM-Labor Gast sein zu dürfen!

StDin Andrea Franz

BCP geht der Frage nach: Womit beschäftigen sich Werkstoffwissenschaftler? (5.6.2019)

Da es im Profilfach BCP (Biologisch-chemischWerkstoffwissenses Praktikum) möglich ist, die Inhalte recht individuell auf die Interessen auszurichten, besuchten wir am 5. Juni den Lehrstuhl für chaften in Erlangen, um auch mehr über das Thema Metalle zu erfahren.

Frau Dr. Hasse von Studien-Service- Center Department Werkstoffwissenschaften führte uns mit einem sehr abwechslungsreichen und praxisnahen Programm durch den Nachmittag:

In einer kurzen Einführung gab sie uns einen Überblick, welche Forschungsbereiche hier in Erlangen in dem Lehrstuhl „Werkstoffwissenschaften“ angesiedelt sind: Materialwissenschaften gehören dazu wie auch Werkstofftechnik und Nanotechnologie, einem noch recht „jungen“ Zweig der Werkstoffwissenschaften, der erst seit elf Jahren als Studiengang am Standort angeboten wird und sich mit kleinsten Teilchen bis hin zu Atomen und ihren Einsatz in verschiedensten Lebensbereichen beschäftigt.

Allen gemeinsam ist die Erforschung neuer Materialien, die je nach Einsatzgebiet verschiedenste Eigenschaften besitzen sollen:

Menschliche Zellen waschen z.B. nur auf Knochenersatzmaterial bestimmter Oberflächenbeschaffenheit,  Autolacke werden durch Wahl geeigneter Beschichtungen kratzfest, für biegsame, leichte, kleine  organischen Silicium-Solarzellen z.B. auf Rucksäcken erforscht man optimale Materialen und kann dann damit auf Wanderungen sein Handy über Kabel in freier Natur aufladen, Autokatalysatoren reduzieren durch Keramikbeschichtung massiv den Schadstoffausstoß und sparen Platin ein, Stents, medizinische Implantate, sind aus Material, das sich bei Körpertemperatur ausdehnt und so Gefäße z.B. im Herzen weitet, magnetische Nanopartikel transportieren  Chemotherapeutika direkt zu den Tumorzellen ohne sich im ganzen Körper zu verteilen…

Das sind nur einige Beispiele, die zeigen, wie vielfältig die Forschung, aber auch der Verwendungszweck der daraus hergestellten Produkte ist!

Wir bekamen im Anschluss noch die Gelegenheit drei Labore besuchen, in denen uns die darin Forschenden erklärten, wie man bei der Forschungsarbeit genau vorgeht, wie man systematisch die Eigenschaften der Stoffe verändert.

Sehr eindrucksvoll war ein mit Diamant bedampftes Metallstück, das eine extrem hohe Wärme-leitfähigkeit entwickelte: Allein durch das Anfassen mit den Fingern wurde es so schnell warm, dass man damit mühelos Eiswürfel durchtrennen konnte.

Auch die Entwickelung neuer Textilien, die ohne Weben des Fadens hergestellt, erklärten uns Schritt für Schritt zwei äußerst engagierte Doktoranden.

Ich danke an dieser Stelle Nils, der die Exkursion organisiert hat und allen Werkstoffwissenschaftlern die uns einen sehr interessanten Nachmittag geschenkt haben!

StDin Andrea Franz

Impressionen aus dem Fach Chemie an unserer Schule

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