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Im diesen Schuljahr erarbeiteten die Schüler der Klassen 10ad, die den evangelischen Religionsunterricht bei Fr. Hecht besuchten, eigenständig Projekte über das Thema Tod in der Gesellschaft. Neben einigen Hörfunkbeiträgen wurden auch Websites erstellt, die über das Thema informieren sollen.

So erstellten drei Schülerinnen eine Website, die die Auffassungen verschiedener Kulturen über den Tod gegenüberstellte (LINK 1). Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit dem Thema Schönheits -OPs, die ja im Zusammenhang mit dem Tod, beziehungsweise dem Altern im Allgemeinen stehen (LINK 2). Außerdem setzte sich eine weitere Gruppe mit Kindervorstellungen über den Tod auseinander (LINK 3).

Aber was denken die Menschen konkret dazu?

Unsere Religionslehrer stellen sich vor:

 

Gedanken zu meinem Selbstverständnis als Religionslehrer

Mittlerweile unterrichte ich seit fast zehn Jahren am Emmy die Fächer Deutsch, katholische Religionslehre und Geschichte. Der Religionsunterricht nimmt dabei für mich immer eine Sonderrolle ein, ich nehme mich in erster Linie als Religionslehrer war.

Das hat nichts mit einer Geringschätzung der anderen Fächer zu tun, sondern damit, dass im Religionsunterricht die ganz grundsätzlichen Dinge und Fragen behandelt werden, die untrennbar mit dem Menschen an sich verbunden sind.
Als gläubiger Mensch sehe ich meine Aufgabe jedoch nicht in der Mission, sondern in der Begleitung unserer Schülerinnen und Schüler in den paar Jahren bis hin zum Schulabschluss. Fragen nach der Existenz Gottes, nach Ursprung und Ziel menschlichen Daseins, die Grundfragen von Gerechtigkeit und Ethos sind für unsere Schülerinnen und Schüler präsent, zusammen mit allem Zweifel und gelegentlichem Verzweifeln an den von uns Erwachsenen vorgegebenen Strukturen und Sinnangeboten. Dass ich dabei als Ansprechpartner zur Verfügung stehen kann, freut mich immer wieder sehr und ich hoffe den Schülerinnen und Schüler darin gerecht zu werden.

Die große Stärke des Religionsunterrichts liegt auf jeden Fall in der Heterogenität der Klassen. Zwischen der erfahrungsgemäß eher überschaubaren Gruppe der wirklich "katholisch-frommen" Schüler/innen auf der einen und den knallharten Atheisten/innen auf der anderen Seite befindet sich das ganze Spektrum menschlicher Vorstellungen bezüglich der Grundfragen menschlicher Existenz.
Diese Vielfalt ist eine Stärke des Fachs, spiegelt sich doch die gesellschaftliche Realität wieder, mit all ihren Chancen und Debatten.

Ich hoffe meinen Schüler in den Jahren ein gerechter und anspruchsvoller Lehrer sein zu können, bei dem der Humor nie zu kurz kommt. Ich hoffe zudem, dass meine Schüler/innen sich in ihren Ansichten respektiert fühlen, dass ich an der ein oder anderen Stelle Antworten liefern kann und vielleicht auch die Angst vor manchen Fragen nehmen kann, auf die es keine eindeutigen Antworten geben kann.

Schlussendlich verpflichtet das Christentum den Menschen zur Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit – und zu absolutem Optimismus. Ich hoffe, diese Wertvorstellungen immer wieder auf angemessene Weise vor meinen Schülerinnen und Schülern vertreten zu können...

 

StR Loyens

 

 

Am Emmy-Noether-Gymnasium erfreut mich, dass sich dort viele verschiedene Menschen treffen. Unsere Schülerschaft ist bunt: Kinder und Jugendliche aus dem Knoblauchsland und Stadtkinder, Schüler mit biographischen Wurzeln in anderen Ländern und Schüler, deren Eltern schon das Emmy-Noether-Gymnasium besucht haben. Unsere Schüler haben unterschiedliche Gaben und Einschränkungen. Wir arbeiten und leben zusammen. Dies alles macht es für mich so spannend, Religion zu unterrichten.

Meine geistige Heimat ist die evangelisch-lutherische Landeskirche. Geprägt wurde ich von drei unterschiedlichen Gemeinden: In der Johannesgemeinde in Alterlangen erlebe ich zeitgemäße Gottesdienste für junge Familien („Schatzinsel“), intellektuell werde ich angesprochen von Gottesdiensten in der Universitätskirche Erlangen-Neustadt, aber auch in der Tennenloher Kirche fühle ich mich zu Hause. Aus dieser Fülle schöpfe ich Kraft und Inspiration auch für meine Arbeit als Religionslehrer.

Im Unterricht mache ich mit den Schülern auf die Suche nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens. Hierbei begleite ich sie bei der Entwicklung ihrer Identität, so dass sie zu Persönlichkeiten heranreifen.

 

StR Stock

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